Freitag, 2. Februar 2007

Fehlanzeige

Hier kann in den nächsten Tagen und Wochen was fehlen.
Weil ich
weg bin.
Weit weg.
Wäre wahnsinnig witzig,
wenn wer wirr werden würde
wegen wasweißichdenn.

Kulturell: Nichts ist so alt wie die Wochenzeitung von letzter Woche II

„Wurde zuvor von einer ‚Umverteilung immaterieller Güter’ gesprochen, wurde Kulturpolitik ‚als sinnvolle Fortsetzung, als Weiterentwicklung von Sozialpolitik’ definiert, deren Aufgabe in einer ‚Humanisierung der Gesellschaft’ (alles Zitate aus der Regierungszeit von Bruno Kreisky) liege, so entdeckten die Generationen roter Aufsteiger in späteren Jahren rasch den persönlichen Vorzug, den ihnen der traditionelle Kulturbetrieb bot: eine Bühne zur Selbstdarstellung, auf der sie gönnerhaft ihre Günstlinge um sich scharten.“
"Die Zeit" von dieser Woche (Österreichausgabenatürlich!), Seite 13

Na gut, ich sach' mal... Die Zitate sind ja schön und legen den Verweis auf Willy Brandt's "Redebilanz" auf CD nahe, der machem Sozialdemokraten jenseits der SPD als Seelentröstung dienen kann. Aber was bitte heißt es genau, wenn Zitate "aus der Regierungszeit" Kreiskys sind? Die könnten also von jeder und jedem kommen und wurden also zu einer bestimmten Zeit gesagt. Aha. Oder will uns die "Zeit" sagen, dass die zitierten Worte von Kreisky höchstselbst stammen? Aus einer Regierungserklärung vielleicht? Na gut, ich sach' mal.... Immerhin, in Verbindung mit der Rede von der "Ökonomie der Aufmerksamkeit" (GF lässt grüßen) kann man mal drüber nachdenken. Was bei der "Zeit" in letzer Zeit ja seltener der Fall ist. Den erigierten Zeigefinger des ehemaligen Bundeskanzlers auf Seite 21 lasse ich aus Gründen der Höflichkeit unkommentiert.

Nachhaltig: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.

“So wurde die Option Feuerwehrmann verworfen, und man bemühte sich um das Modell Nachhaltigkeit: Magath.”
F.A.Z. von heute, Seite 30

Es geht natürlich um die aktuellen „Jobhoppertage“ (ebd.) in der deutschen Fußball-Bundesliga. Das N-wort kommt dort noch einmal vor: „nachhaltige Planung“. Ich sag’s ja: Nachhaltigkeit ist überall. Und damit nirgends. Oder?

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