Beschleunigte Entschleunigung? Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.
In der heutigen F.A.Z. (Seite 29) problematisiert Christian Geyer das durchaus in Mode gekommene Reden über Entschleunigung. Geyer kritisiert die "Gleichsetzung von Hektik und Zeitdruck und Tun und Machen mit Inhaltsleere und existentieller Ahnungslosigkeit" - sehr guter Punkt. Beschleunigung sei nicht das Problem, und Entschleunigung sei nicht die Lösung. Stimmt. Dennoch kann man wohl sagen, dass Beschleunigung EIN Problem ist und Entschleunigung EIN Ansatz zur "Lösung". Nur auf Entschleunigung zu setzte wäre allerdings in der Tat ein weiterer Fall eines Populismus der einfachen Lösungen.
Der übliche Verdächtige zum Thema "Tempo" kommt natürlich vor: Hartmut Rosa. Geyer zitiert aber auch Byung-Chul Han (den ich nicht kenne): "Die Entschleunigung allein erzeugt kein Bild, kein narratives Gebilde. Sie verhindert nicht den Sturz in die Leere." Nein, das tut sie in der Tat nicht. Und gewiss sind nicht alle unsere Sorgen auf verschärftes Tempo zurückzuführen. Dass technische, organisatorische, kulturelle Beschleunigung gleichwohl ungute Folgen haben kann (die etwas mit Dingen wie Wirtschaftskrise und Klimawandel zu tun haben), darf man sich trotzdem merken.
Der übliche Verdächtige zum Thema "Tempo" kommt natürlich vor: Hartmut Rosa. Geyer zitiert aber auch Byung-Chul Han (den ich nicht kenne): "Die Entschleunigung allein erzeugt kein Bild, kein narratives Gebilde. Sie verhindert nicht den Sturz in die Leere." Nein, das tut sie in der Tat nicht. Und gewiss sind nicht alle unsere Sorgen auf verschärftes Tempo zurückzuführen. Dass technische, organisatorische, kulturelle Beschleunigung gleichwohl ungute Folgen haben kann (die etwas mit Dingen wie Wirtschaftskrise und Klimawandel zu tun haben), darf man sich trotzdem merken.
Fred L. - 11. Jan, 06:47