Donnerstag, 12. Januar 2012

Let's face it: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.

Unter dem schönen Titel "Das Leben, vom Tode her gedacht" schreibt Niklas Maak in der F.A.Z. von heute (Seite 29) über Autodesign, das ein "sensibler Indikator für gesellschaftliche Veränderungen" sei. Mit Blick auf die Cabrios der späten 1960er Jahre lesen wir, dass man bei deren Kauf an Dinge wie Haar im Nachtwind und Beschleunigung gedacht habe, nicht an mögliche Unfälle: "Die neuen Autos sind anders. Sie werden, wie vieles zur Zeit, vom Tod her gedacht: Nicht vom möglichen Glück kündet ihre Formsprache, sondern von der Gefahr des Unfalls, des Scheiterns, vom worst case scenario." Darauf wird zurückzukommen sein - unter besonderer Berücksichtigung des "nachhaltigsten" Autoherstellers der Welt (BMW) und die Werbung, die Mercedes Benz für den aktuellen CLS macht ("nachhaltig schön"). Automobilkommunikation und -design: Spiegelbild ökonomischer Krisen, ökologischer Katastrophenszenarien und sozialer Unsicherheit?

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