Hier kann in den nächsten Tagen und Wochen was fehlen.
Weil ich
weg bin.
Weit weg.
Wäre wahnsinnig witzig,
wenn wer wirr werden würde
wegen wasweißichdenn.
Fred L. - 2. Feb, 16:13
„Wurde zuvor von einer ‚Umverteilung immaterieller Güter’ gesprochen, wurde Kulturpolitik ‚als sinnvolle Fortsetzung, als Weiterentwicklung von Sozialpolitik’ definiert, deren Aufgabe in einer ‚Humanisierung der Gesellschaft’ (alles Zitate aus der Regierungszeit von Bruno Kreisky) liege, so entdeckten die Generationen roter Aufsteiger in späteren Jahren rasch den persönlichen Vorzug, den ihnen der traditionelle Kulturbetrieb bot: eine Bühne zur Selbstdarstellung, auf der sie gönnerhaft ihre Günstlinge um sich scharten.“
"Die Zeit" von dieser Woche (Österreichausgabenatürlich!), Seite 13
Na gut, ich sach' mal... Die Zitate sind ja schön und legen den Verweis auf Willy Brandt's "Redebilanz" auf CD nahe, der machem Sozialdemokraten jenseits der SPD als Seelentröstung dienen kann. Aber was bitte heißt es genau, wenn Zitate "aus der Regierungszeit" Kreiskys sind? Die könnten also von jeder und jedem kommen und wurden also zu einer bestimmten Zeit gesagt. Aha. Oder will uns die "Zeit" sagen, dass die zitierten Worte von Kreisky höchstselbst stammen? Aus einer Regierungserklärung vielleicht? Na gut, ich sach' mal.... Immerhin, in Verbindung mit der Rede von der "Ökonomie der Aufmerksamkeit" (GF lässt grüßen) kann man mal drüber nachdenken. Was bei der "Zeit" in letzer Zeit ja seltener der Fall ist. Den erigierten Zeigefinger des ehemaligen Bundeskanzlers auf Seite 21 lasse ich aus Gründen der Höflichkeit unkommentiert.
Fred L. - 2. Feb, 15:54
“So wurde die Option Feuerwehrmann verworfen, und man bemühte sich um das Modell Nachhaltigkeit: Magath.”
F.A.Z. von heute, Seite 30
Es geht natürlich um die aktuellen „Jobhoppertage“ (ebd.) in der deutschen Fußball-Bundesliga. Das N-wort kommt dort noch einmal vor: „nachhaltige Planung“. Ich sag’s ja: Nachhaltigkeit ist überall. Und damit nirgends. Oder?
Fred L. - 2. Feb, 15:51
"Tom Cruise hat für das Militär geleistet, was Jane Russel für den Heuschober tat."
"Die Zeit" von dieser Woche, Seite 47
Vielleicht - wahrscheinlich - bin ich einfach zu jung (!!), aber das mit J.R. verstehe ich nicht ganz.
Morgen mehr! Zur "Zeit"!! Und vor allem: Zur Ess Peh Öh!
Fred L. - 1. Feb, 20:30
"Gerhard Schröders Vertrauensfrage, mit der er 2005 die Bundestagswahl erzwang, war keine Idee von Schröders Ehefrau Doris. Das sagte Vizekanzler Franz Müntefering in Berlin aus."
F.A.Z. von heute, Seite 36
Aha. Mhm.
Fred L. - 31. Jan, 17:47
"Das französische Virus hatte leichtes Spiel, auch wenn es immer selbstverständlich war, Michel Foucault mit 'Lieber Genosse' anzuschreiben."
F.A.Z. von heute, Seite 34
Zugegeben, hier ist das mit dem Zitatereißen etwas grob. Kontext-Tipp: Es geht um den Merve-Verlag. "Genosse" kommt übrigens, kein Witz, von "gemeinsam in Not sein". Freundschaft!
Fred L. - 30. Jan, 19:16
"Deutschland ist an vielen Orten schon ganz von allein ein trostloses Land. Aber wenn dann noch Zukunftskongresse abgehalten werden, mag man an der Gegenwart völlig verzweifeln."
F.A.Z. von heute, Seite 33
"Dass die Landschaft - wie alles - sich als Konstrukt in unseren Köpfen lesen lässt, ist ja gut und schön. Aber verhalten sich die Dinge in Wirklichkeit nicht doch ein bisschen essentialistischer?"
F.A.Z. von heute, Seite 37
Jaaa! Meeehr! Im Ernst: Ersteres stimmt oft. In einen ontologisch-essentialistischen Sinne. Oder so ähnliches. Zweiteres, sagt man so? auch. Gefühlsmäßig. Das mit dem Zitatereißen habe ich schon oft genug gesagt, oder? Zusammenhangmäßig; Sie wissen schon.
Fred L. - 29. Jan, 16:01
Wie hieß nochmal die deutsche Kanzlerin? Die mit dem "Drei-Bier-für-meine-Flaschen-im-Kabinett-Gruß" auf dem "Spiegel"-Titel? Der berühmte (weltberühmt in Österreich, Sie wissen schon) Politiker HCStachel (oder wie hieß der jetzt?) hat sie heute in seiner Verteidigungsrede "Andrea" genannt. Was lernen wir daraus? Das: Stachel ist öfters in ZiB2 als er sich's selber ansieht. Gell? Nicht wahr?
Fred L. - 29. Jan, 15:57
out
Fred L. - 28. Jan, 13:16
"'Ich bin brutal glücklich'"
"Österreich" von heute, Seite 1. Es spricht: "Starmania"-Siegerin "Nadine"
Fragen über Fragen: Was heißt, erstens, überhaupt "Seite 1" bei einer dermaßen, nun, unübersichtlichen Publikation wie "Österreich"? Wo ist, zweitens, das Satzzeichen? "BILD" hätte wohl ein Rufzeichen gesetzt, bei "Österreich" reicht's net mal zum Punkt. Drittens, und substanzieller: Ist "Nadine" nun sehr glücklich? Oder ist sie einfach glücklich, weil und wenn sie brutal sein darf? Zu uns? Zu "Österreich"? Oder gar zu Österreich?
Alles sehr verwirrend, fast so sehr wie das FPÖ-Drama unter Einschluss verwirrter Pressereferenten und Burschenschaftskontexten oder so ähnlich. "Lieber ein Geschwür am After als ein deutscher Burschenschafter" - könnte zu den zehn wichtigsten Dingen gehören, aber ich lass' es. "Deutsch" passt hier jedenfalls; Sie wissen schon...
Fred L. - 28. Jan, 13:00
"Strache: Ich habe den Hitler mit Sicherheit nicht gegrüßt.
Standard: Dafür sind Sie auch zu jung."
"Der Standard" von heute, Seite 7.
Man soll solchen Leuten ja nicht auch noch eine Bühne bieten, aber bitte! Oder besser: Geh', bitte!! Oder: Geh' bitte!!!
Nein, wirklich: Wie der es schafft, wie es ihm leicht gemacht wird, wie sehr er... Nein, wirklich. DAS ist ein Unterschied zwischen dem Land der Österreichenden und D. Oder? Oder nicht?
Nr. 13 - das passt. Passt. Passt eh. Geh.
Fred L. - 27. Jan, 11:22
"Natürlich meint er das ernst, Professor Hawking muss sich wegen seiner Erkrankung viel zu sehr beim Sprechen anstrengen, als dass er seine Zeit mit Scherzen verschwenden würde. (...) Schon der amerikanische Astronom Carl Sagan hat darauf hingewiesen, dass die Dinosaurier nicht ausgestorben wären, wenn sie ein Raumfahrtprogramm gehabt hätten. Das klingt vielleicht putzig, ist aber wahr."
F.A.Z. von heute, Seite 44. Es spricht: Michael Griffin, Chef der NASA.
Wie immer gilt natürlich die Regel mit dem Ausdemzusammen-hangreißenvonzitaten. Davon ab: Es geht um bemannte Raumfahrt, bei der, wie im Interview deutlich wird, auch Frauen mitmachen dürfen. Auf die Griffinsche Interpretationen von "Verschwendung", "Putzigkeit" und "Wahrheit" wird noch zurückzukommen sein.
Es ist also, lerne ich von einem der wichtigsten Wissenschaftler der USA, wahr (!), dass, hätten die Dinosaurier (!!) ein Raumfahrtprogramm (!!!) gehabt... Ich bin reif für's Wochenende.
Fred L. - 26. Jan, 15:53